»Eine Publikation über die vier elementar wichtigen Metalle, ohne deren Verwendung unsere aktuelle Lebenswelt, wie wir sie kennen und schätzen, nicht existieren könnte. Wozu brauchen wir die Metalle und was sind die Konsequenzen ihres Abbaus?« Simon Neßler
Diese Publikation gibt einen Einblick auf das Fördern vier bedeutender Metalle: Aluminium, Eisen, Lithium und die Elementgruppe der Seltenen Erden. Aluminium ist ein ständiger Begleiter im Alltag, ohne Eisen wären die meisten gigantischen Bauvorhaben der Neuzeit nicht realisierbar, Lithium wird in der nahen Zukunft immer bedeutsamer werden und die Seltenen Erden? Sie sind kaum bekannt und doch sind sie omnipräsent in unserer Welt verarbeitet; sie lassen die Displays unserer Handys und Fernseher erleuchten, ermöglichen in Form von Magneten die Stromerzeugung in Windkraftanlagen, oder zeigen Ärzten im MRT-Tunnel Krankheitserscheinungen, die es zu behandeln gilt.
Doch was bedeutet es für die Welt und die Natur unseres Planeten, dass wir diese Metalle stetig aus dem Erdmantel schälen müssen. Meine Publikation möchte hierfür einige Informationen zur Meinungsbildung zur Verfügung stellen.

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Die Publikation sollte kein Schuldprodukt werden. Das schlechte Gewissen, das uns ständig eingebläut wird, mag allumfassend betrachtet zwar berechtigt sein, doch als Editorial Designer war es für mich von zentraler Wichtigkeit, dass meine Publikation eben anders funktioniert, als die vielen bereits bestehenden Formate auf diesem Gebiet.
Die kritischen Inhalte zu den jeweiligen Metallabbaumethoden sollen beim ersten Durchblättern der Publikation nicht in Erscheinung treten – sie dürfen die Beschäftigungen nicht überdominieren; deswegen sind sie auf – in den Buchblock eingefügten – nach außen geschlossenen Doppelseiten untergebracht. Es war mir wichtig, dass sich die Leser dem Thema zuerst einmal über die natur-, gesellschafts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakten annähern können. 
Die kritischen Kapitel können mit einem Brieföffner oder Messer geöffnet werden. Sie nehmen auf die neutral formulierten Kapitel Bezug, drängen sich durch das Verborgensein allerdings nicht auf. Es ist dem Leser somit selbst überlassen, ob er sich auch auf diese Inhalte einlassen möchte oder nicht. In jedem Fall muss er sich bewusst dafür entscheiden, aktiv zu werden, wenn er sie lesen möchte. Durch seine Interaktion macht er das »unter der Oberfläche Brodelnde« sichtbar und ist mit seinem Entschluss für oder gegen die Öffnung, seiner persönlichen Meinung dem Thema gegenüber schon einmal wesentlich näher gekommen als zuvor.
Auszug aus dem Editorial: Die industrielle Revolution hat unser Leben auf einschneidende Weise verändert. Seither sind wir einer kontinuierlichen technokratischen Entwicklung inbegriffen, die sich unaufhaltsam ihren Weg durch die Geschichte bahnt. Der aus ihr erblühende Fortschritt brachte die ersten Wolkenkratzer hervor, das erste Auto, ließ die Telekommunikation möglich werden und den größten Traum der Menschheit – die Eroberung der Lüfte – wahr werden. 

Doch was kostet dieser Fortschritt, der jedes Jahr unzählige Produkte auf den Markt wirft und die Wissenschaft vorankommen lässt? Ein Progress, an den wir uns gewöhnt haben. Der Preis dafür sind Rohstoffe – in den meisten Fällen Metalle, um genau zu sein. 
Halb Europa war einst mit Wäldern bedeckt, heute sind hier die Industrieländer Europas angesiedelt. Die Rohstoffe, die unter diesen Wäldern schlummerten, flossen direkt in die Infrastruktur des aufstrebenden Europas. So formten neben dem Rohöl vor allem die Metalle unsere Zivilisation beziehungsweise unseren Alltag, wie wir ihn heute kennen.

Durch den Abbau der Rohstoffe, die wir für unseren weiteren Fortgang benötigen, entstehen zahlreiche Konflikte. Metalle, die früher relativ einfach geborgen werden konnten, liegen nun fast ausschließlich unter dem letzten verbleibenden grünen Gürtel der Erde, den Regenwäldern der Äquatorialebene. Diese Wälder reinigen die so wertvolle Luft zum Atmen und erhalten die Biodiversität des Planeten aufrecht. Sollen wir weiter in diese Gebiete vordringen oder sie schützen? Das ist die Frage. Oder besser, können wir Rohstoffe weiter abbauen ohne unsere Zukunft zu sabotieren? Wie könnte ein Weg des Gleichgewichts aussehen?
Dieses Magazin entstand im Rahmen meiner Hochschulausbildung.
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